Arche Freundeskreis
| Neues vom Arche-Freundeskreis |
Ungefähr vor einem Jahr habe ich euch über das Entstehen unserer Gruppe berichtet. Heute will ich euch erzählen und teilhaben lassen, was sich da so weiter tut...
Im deutschsprachigen Raum sind v.a. die Bücher von Henry Nouwen bekannt, worin er auch immer wieder seine persönlichen Begegnungen mit Menschen mit Behinderung beschreibt.
Arche Freundeskreis Gruppen wurden von Jean Vanier in den 70er Jahren gegründet. Auf französisch heißen sie "Foi et Lumière" (Glaube und Licht). Solche Gruppen gibt es ebenfalls inzwischen auf der ganzen Welt.
Ansprechen möchten diese Gruppen Menschen mit geistiger Behinderung, die bei ihren Familien zu Hause leben. Oft ist es für diese Familien schwierig, Anschluss zu finden. In einer solchen Gruppe soll daher Raum sein für Begegnung, gemeinsame Unternehmungen, Feiern, Sinden und Beten.
Durch meine Freundschaft zur Arche Ravensburg, in der ich 2004-2009 mitgelebt und -gearbeitet haben und durch den Kontakt zu engagierten Leuten aus der Pfarrgemeinde St. Josef, wie Ulrike Gäble-Titze, Regine Schmid und das Ehepaar Paula, ist unser gemeinsamer Weg für den Arche Freundeskreis in Memmingen entstanden. Die Gemeinde St. Josef unterstützt seit über 10 Jahren treu die Arche-Gemeinschaft in Slowenien und pflegt gute Freundschaft.
Unseren Arche Freundeskreis gibt es nun inzwischen fast genau zwei Jahre. Wir sind mal mehr, mal weniger Teilnehmer, aber wir freuen uns über einen festen Kern und heißen jeden, der sich angesprochen fühlt, ganz herzlich willkommen!
Die Termine sind im Gemeindebrief immer abgedruckt.
In den letzten Monaten hat sich da etwas (für uns anfangs unerwartet) weiterentwickelt... Gott hat uns da wirklich einen "Schubser" gegeben:
Die Vision, ob in Memmingne eine Arche-Wohnform entstehen könnte, hat sich zu pragmatischen ersten Schritten konkretisiert: Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung soll entstehen.
Wir möchten Menschen mit einer geistigen Behinderung ermöglichen, so selbständig wie möglich zu wohnen und zu leben. In betreutem Einzelwohnen oder einer kleinen Wohngemeinschaft sollen diese Personen ein Zuhause finden. Unterstützung wird individuell gegeben, z.B. bei der Organisation des Haushalts, bei Umgang mit Behörden, bei Arztbesuchen, bei der Freizeitgestaltung und dem Aufbau sozialer Kontakte, bei der persönlichen Lebensgestaltung, bei finanziellen Angelegenheiten u.a.m.
Uns ist es wichtig, diesen Wunsch nach "den eigenen vier Wänden" vieler Menschen mit Behinderung ernst zu nehmen, aber auch Anschluss an christliche Gemeinschaft zu ermöglichen durch das bereits entstandene Netzwerk des Arche-Freundeskreises. Und nicht zuletzt Menschen mit Behinderung als Teil unserer Gemeinden zu sehen und ihnen Wege eröffnen, sich dort einzubringen und ein geistliches Zuhause zu finden.
Inzwischen haben sich ein paar Leute zusammengetan, mit dem Ziel einen "Arche-Förderkreis" als Verein zu gründen. Am 11. Juli 2011 fand ein erstes Vereinstreffen statt. Neben dem Anliegen, osteuropäische Arche-Gemeinschaften zu unterstützen (die Situation für behinderte Menschen ist so schwierig dort), soll im Verein auch das Projekt "Ambulant Betreutes Wohnen" hier in Memmingen mitgetragen werden.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier in der Gemeinde Buxach Leute angesprochen fühlen, sich im Verein mit zu engagieren. Uns war es von Anfang an wichtig, "ökumenisch zu sein" und hier auch ein Zeichen der Einheit und Verbundenheit zu setzen.
Wenn jemand mehr wissen möchte, erzähle ich gerne!
Aus der Charta der Arche:
"Menschen mit einer geistigen Behinderung haben oft eine besondere Gabe, andere herzlich aufzunehmen, über Dinge zu staunen, spontan und direkt zu sein. Sie können die Herzen anderer anrühren."
Mit diesem Text aus der Charta der Arche möchte ich euch ganz herzlich grüßen,
Ulrike Walcher mit lieben Grüßen von den anderen aus meiner Gruppe