Bettina und Martin Wiche

Liebe Gemeinde,

jetzt sind wir genau 6 Monate in Arua/Uganda und wir können nur staunen, wie schnell die Zeit vergangen ist, seitdem wir uns auf den Weg gemacht haben. Wir möchten Euch einen kleinen Einblick in unsere Arbeitsbereiche geben  und wie wir hier leben.

Unsere Missionsstation ist eine kleine Station mit momentan 4 Single Teammitgliedern, dem Stationsleiterehepaar und uns. Das Hauptanliegen dieser Arbeit ist der Radiosender „Voice of Life“ mit welchem wir hauptsächlich Muslime mit der „frohen Botschaft von Jesus“ erreichen möchten. Die Wartung des Radiosenders, mit allem was dazu gehört ist die Hauptaufgabe der Station. Ein weiterer Bereich unseres Dienstes ist, in den umliegenden Regionen den „Jesus-Film“ zu zeigen, einheimische Evangelisten zu unterstützen (praktisch oder durch unsere Technik) und als Fahrer Evangelisationseinsätze zu begleiten. Zudem haben wir auf unserer Station mehrere Fahrzeuge, die regelmäßig gewartet werden müssen. Die afrikanischen Straßen verlangen unseren Autos einiges ab. Diese Arbeiten betreffen eher Martin, da er als Elektroniker und gelernter Kfz-Elektriker hier an der richtigen Stelle ist.

Ein anderer Schwerpunkt unserer Arbeit hier, sind die Gefängniseinsätze jede Woche und die Kinderbibelstunden. Es gibt in Arua zwei Männergefängnisse und ein Frauengefängnis. Diese besuchen wir jede Woche um Bibelstunden dort abzuhalten und den Häftlingen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Da Arua direkt an der Grenze zum Kongo liegt (10 km) beherbergen wir auf unserer Station auch immer wieder durchreisende Missionare die in den Kongo möchten, oder von dort kommen. Das ist für uns immer wieder eine gute Möglichkeit Kontakte und Beziehung zu anderen Missionaren zu pflegen, bzw. aufzubauen, und auch über unseren eigenen Tellerrand zu sehen. Die Einsätze im Männergefängnis, die Kommunikation und auch der Bereich Gastfreundschaft fallen in Bettinas Aufgabenbereich.

Wir sind sehr dankbar für alles was wir in Deutschland gelernt haben (beruflich und auch in „zwischen-menschlichem“). Das können wir  hier alles sehr gut gebrauchen. Und wir sehen, dass unser bisheriges Leben geführt und geleitet war, auch wenn wir nicht immer alles verstanden haben. Aber seit wir hier in Uganda sind, ergibt so vieles einen Sinn. Ebenso sind wir überwältigt von Gottes Versorgung durch Gemeinde, Familie und Freunde. Bevor wir ausgereist sind, hatten wir schon die eine oder andere Sorge, ob die Spendeneingänge auch ausreichen würden, den Mindestbetrag, den wir benötigen, zu erreichen. Aber GOTT IST TREU. Er hat uns bis jetzt jeden Monat das gegeben was wir brauchen. Es ist wunderbar GOTTES Zusagen an uns, als seine Nachfolger, jeden Tag zu erleben. Er hat uns hier nach ARUA berufen und er sorgt auch dafür, dass wir hier sein können.

Rückblickend nach 6 Monaten können wir sagen, dass es nicht immer leicht ist. Die andere Kultur fordert uns heraus. Das Zusammenleben auf einer Missionsstation ist nicht immer einfach. Wir werden mit Dingen heraus gefordert, die wir noch nie zuvor getan haben. 7 Wochen waren wir als stellvertretende Stationsleiter verantwortlich, weil unser Leiterehepaar wegen eines Todesfalles ungeplant für 7 Wochen nach Deutschland zurück gekehrt ist. Aber wir können bezeugen, dass wir jeden Tag die Kraft bekommen haben, die wir brauchten. Und auch wenn wir oft nicht wissen, wie wir verschiedenen Schwierigkeiten überwinden sollen…. GOTT findet einen Weg und hilft uns.

So möchten wir Zeuge sein, für SEINE Treue, für SEINE Versorgung und dass ER einen guten Plan für jeden von uns hat. IHM ist wesentlich mehr daran gelegen, dass wir im Vertrauen und im Glauben an IHN wachsen, als dass wir es immer leicht und einfach haben J

Psalm 23 bekommt da für uns eine ganz neue Bedeutung!

Wir bedanken uns bei Euch allen, die Ihr uns auf diesem Weg durch Finanzen, Gebete, Päckchen und Briefe begleitet. Ohne Euch könnten wir diese Arbeit nicht tun. Und Ihr seid genauso ein Teil davon wie wir.

Vielen herzlichen Dank.

Martin und Bettina Wiche

P. S. Wer gerne unsere Rundbriefe per Mail oder in Papierform erhalten möchte, oder wer uns gerne durch Gebet oder finanziell unterstützen möchte, wende sich bitte an Elke Pfalzer-Ahmetovic , die so wunderbar unseren Freundeskreis betreut