Neuigkeiten aus Bihac
Über unsere Geschwister in Bihac (Bosnien-Herzegowina) Interessiert es Sie, was Gott auf dem Balkan aktuell tut? |
Was gibt’s Neues aus Bosnien?
Die Gemeinde in Bihac und das OM-Team haben in den letzten Monaten wieder Vieles an die Bevölkerung verteilt. Im Herbst die Schultaschen, dann wieder Feuerholz an über 100 Haushalte und nun im Januar noch die „Weihnachten im Schuhkarton-Päckchen“.Hier ein kurzer Bericht von Caroline, der Gemeindeleiterin, zum Schultaschenprojekt:
„Das diesjährige Projekt konzentrierte sich auf eine kleine Stadt im Norden von Bihac. Sie liegt an einer Hauptdurchgangsstraße nach Kroatien und es gibt in diesem Städtchen nicht viel mehr als seine 6500 Einwohner, eine Grund- und Hauptschule, ein paar Geschäfte, einen Bahnhof und 3 Moscheen. Wenn in dem Tal der muslimische Gebetsruf ertönt, kann man ihn das Tal aufwärts, von Moschee zu Moschee, hören und die Berge werfen sein Echo zurück. Obwohl die Stadt hauptsächlich muslimisch ist, scheinen nur wenige dem Ruf zu folgen und zum Gebet in die Moschee zu gehen.
Die 230 Taschen wurden in drei Schulen verteilt (eine zentrale Schule und zwei sehr kleine Schulen in nahegelegenen Dörfern). Sie enthalten eine ganze Menge Hefte, Stifte, Marker, Kreiden, Knetmasse, Zeichenpapier, Geo-Dreieck, Scheren, Kleber, Wasserfarben und mehr. Ebenso befindet sich in jeder Tasche ein Brief an die Eltern mit einem christlichen Comic, einem christlichen Buch und einer Kontaktinformation, um noch mehr Literatur zu bekommen. In die meisten der Taschen packten wir auch noch ein besonderes Geschenk: handgestrickte Socken, ein Schal oder eine Mütze, gefertigt von einer 80jährigen Frau aus der Schweiz.Zusätzlich zu den Schultaschen geben wir immer einen Geldbetrag, der zum Nutzen der gesamten Schule verwendet werden soll. Als die Direktorin von dem Geschenk hörte, schnappte sie nach Luft! Sie wusste sofort, wie es verwandt werden sollte. Die Schulräume waren seit Jahren nicht mehr gestrichen worden. So strich sie (mit Hilfe der Lehrer) das Schulgebäude über die Sommerferien, obwohl sie nicht wusste, wie das Ganze bezahlt werden sollte. Ein Drittel hatte sie bereits von ihrem persönlichen Geld bezahlt, den Rest schuldete die Schule allerdings noch dem Geschäft, das ihnen großzügigerweise einen Kredit gegeben hatte. Es war ein großartiger Moment für sie, als alles bezahlt werden konnte. Als dann sogar noch Geld übrig war, konnten sie auch noch einen Staubsauger erwerben.“
Unsere Geschwister in Bihac senden Grüße und sind dankbar für unsere Gebete.
Eure Elke Ahmetovic